andreas staudinger

Andreas Staudinger wurde am 22. November 1956 in Scharnstein (Oberösterreich) geboren. Nach der Schulzeit studierte er Germanistik, Geschichte und Publizistik an der Universität Salzburg.

Nach seinem Studium begann Staudinger als freier Schriftsteller und Regisseur zu arbeiten. Er lebte über viele Jahre in Kärnten, u. a. in der Region um Maria Rain.
Seit dem Jahr 2011 ist er auf Schloss Lind in Neumarkt in der Steiermark ansässig, wo er zusammen mit der Kulturpädagogin und Bildungsberaterin Britta Sievers das Projekt „Das Andere Heimatmuseum – Gedenkstätte für das KZ-Mauthausen-Außenlager“ kuratiert.

Werk

Staudingers literarisches und dramaturgisches Schaffen ist breit aufgestellt: Romane, Theaterstücke, Kinder- und Jugendbücher, Fotobücher, Beiträge zu Ausstellungen und Kulturprojekten.
Einige ausgewählte Werke sind:

  • Hingrichtung (Roman, Alekto 1990)
  • Citta Invisibili / Unsichtbare Städte (1993)
  • Baustellen: Über den Ruinenbaumeister und Gesamtkunstwerker Aramis (Biografie, Leykam 2012)
  • Die Pyramiden von Visoko oder Dinge meines Lebens (Roman, Wieser 2013)
  • Paradiessucht (Roman, Wieser 2017)
  • Fußnoten (Essays, Wieser 2019)
  • Wehglück Alpen (Gedichte, Wieser 2021)

Darüber hinaus engagiert er sich intensiv im Bereich Performancekunst, u. a. mit „Stadtlaboren“, „Night Walks“ oder dem „GEHmuSEHum“, ortsbezogenen Inszenierungen und Inszenierungen sowie Fotobüchern (in der vom ANDEREN heimatmuseum herausgegebenen Reihe: parkbuch, edition PRO:vinz), in denen Texte und Bildprojekte zusammenwirken.

Thematische Schwerpunkte & Stil

Staudingers Werk zeichnet sich durch eine Vielschichtigkeit aus: Er verknüpft literarische Formen mit Theater, Performance und visuellen Projekten. Themen wie Identität, Natur, Erinnerungskultur, Gesellschaftskritik und der Blick auf Lebensentwürfe – insbesondere der Nach-68er Generation – spielen eine Rolle. So etwa im Roman „Paradiessucht“, in dem das Lebenskonzept eines Aussteigers scheitert.

Auszeichnungen

Für sein Schaffen erhielt er zahlreiche Preise und Förderungen, darunter:

  • Kärntner Kinderbuchpreis 1990
  • Dramatiker­stipendium des Bundes 2001 für „Mondsee“
  • Dramatiker­Prämie des Landes Oberösterreich 2006 für „Jan mit den Flügeln“
  • Hans-Marsalek-Preis 2018 (gemeinsam mit Britta Sievers)
  • Volkskulturpreis des Landes Steiermark 2020 (gemeinsam mit Britta Sievers)

Bedeutung und Engagement

Mit seinem Wohn- und Wirkungsort Schloss Lind hat Staudinger einen kulturellen Schwerpunkt geschaffen, der über reines Schreiben hinausgeht: Er verbindet Literatur, Theater, Erinnerungskultur und Kulturvermittlung. In diesem Rahmen fördert er Begegnungen, Zugänge zur Geschichte und künstlerische Prozesse.

Aktueller Stand

Zum momentanen Zeitpunkt ist Andreas Staudinger weiterhin aktiv als Autor, Regisseur und Kurator. Sein Werk bleibt offen für experimentelle Formen und interdisziplinäre Ansätze.

Kopie von bu kaschierungen Karte auf Leinen1